Doppelkopf ist ein Stichspiel für vier Personen. Gespielt wird mit 48 Karten – jede Karte gibt es zweimal, daher der „Doppel“ im Namen. Mehr als die Hälfte der Karten sind Trumpf, an der Spitze die beiden Herz-Zehnen („Dullen“), dann die Damen und Buben.
In einem normalen Spiel bilden die beiden Spieler mit den Kreuz-Damen die Partei „Re“, die anderen beiden die Partei „Kontra“. Wer zu wem gehört, verrät zu Beginn niemand – das zeigt sich erst im Lauf des Spiels. Gewonnen hat Re mit mindestens 121 der 240 Augen – Kontra genügen 120.
Und der Name? Ein „Doppelkopf“ ist ein Stich mit mindestens 40 Augen – also vier „Volle“: Asse und Zehnen, beliebig gemischt.
Mit jedem Spiel wechseln die Paare. Wer spielt mit mir? Aufmerksamkeit, Schlussfolgern und ein Gespür für die Mitspieler entscheiden mit – Glück allein reicht nicht.
Neben dem normalen Spiel gibt es Soli, bei denen einer gegen drei spielt, Hochzeiten und Ansagen wie „Re“, „Kontra“ oder „keine 90“. So wird kein Spiel wie das andere.
Die einen schätzen die gesellige Runde am Küchentisch, die anderen den Wettkampf bei Turnieren und Meisterschaften. Doppelkopf bietet beides.
Die Grundregeln sind an einem Abend erklärt. Wie bei jedem guten Spiel braucht es dann etwas Erfahrung, um es wirklich zu beherrschen.
Ohne Neunen oder mit, mit „Schweinen“, Armut oder Pflichtsolo: Kaum ein Kartenspiel wird von Runde zu Runde so unterschiedlich gespielt wie Doppelkopf. Wer sich an einen fremden Tisch setzt, muss sich deshalb meist erst über die Regeln einigen.
Mit seiner Gründung 1982 hat der DDV ein einheitliches Regelwerk geschaffen. Wer nach den DDV-Turnierspielregeln spielt, findet deutschlandweit Mitspieler, Vereine und Turniere – und überall die gleichen Regeln.
Lange hieß es, Doppelkopf sei um 1900 aus dem wendischen Schafkopf entstanden oder erst unter Soldaten im Ersten Weltkrieg aufgekommen. Neuere Forschung des Spielehistorikers Paul Eaton zeigt: Das Spiel ist mindestens ein Jahrhundert älter.
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